Vision

Mit dem Projekt IMPRESS unterstützen wir Unternehmen bei der Transformation vom traditionellen Produkthersteller zum Smart Service Anbieter. Durch Smart Services ändert sich die Wertschöpfung für Unternehmen grundlegend, sei es in der technischen Lösung, der Organisation, der Gestaltung des Geschäfts oder bei den Mitarbeitern. IMPRESS stellt zur Gestaltung der Transformation sowohl Methoden als auch wiederverwendbare Lösungen, sogenannte Muster, in einem Instrumentarium bereit. Eine solche Methode ist beispielweise eine Vorgehensweise sowie Hilfsmittel, um Erfolg versprechende Smart Service Geschäftsmodelle zu entwickeln. Hierbei werden Smart Service Geschäftsmodell-Muster, wie das Pay per Use integriert.

Resultat des Projekts ist ein Referenzprozess zur Transformation zum Smart Service Anbieter, der in einer unternehmensspezifisch ausgeprägten Transformations-Roadmap mündet.

Projektstruktur

Das Verbundprojekt IMPRESS gliedert sich in sechs Querschnitts-projekte (QP), vier Pilotprojekte (PP), drei Transferprojekte (TP) sowie in die Projektkoordination (PK). Diese werden jeweils durch einen Partner verantwortlich geleitet. Die Bearbeitung erfolgt in Kooperation mehrerer Partner.

Querschnittsprojekte (QP):
Die Querschnittsprojekte dienen der Erarbeitung des Instrumentariums und werden primär von den Forschungs-einrichtungen und Befähigerunternehmen durchgeführt. Ausgangspunkt der zu entwickelnden Methoden und Werkzeuge ist jeweils eine fundierte Recherche der einschlägigen wissen-schaftlichen Literatur sowie eine Analyse von Best Practice Beispielen im Themenfeld Smart Services (sofern verfügbar). Gleichzeitig werden im Rahmen von Interviews und Gesprächen mit den Anwenderunternehmen Anforderungen an die Entwicklung der Methoden und Werkzeuge erhoben.

Pilotprojekte (PP):
In den Pilotprojekten werden Aufgaben der Anwenderunternehmen behandelt, die die erarbeiteten Erkenntnisse, Methoden und Werkzeuge aus den Querschnittsprojekten zusammenführen und validieren. Die Anwenderunternehmen unterscheiden sich zum einen in Hinblick auf ihre Applikationen, Unternehmensgröße und Organisationsform, zum anderen in Hinblick auf ihren Fortschritt bei der Transformation zum Smart Service Anbieter. Darüber hinaus weisen die Pilotprojekte unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte auf. Da in allen Pilotprojekten die Erkenntnisse aller Querschnitts-projekte Anwendung finden wird auf diese Weise eine fundierte Validierung des entwickelten Instrumentariums ermöglicht.

Wechselspiel zwischen Querschnitts- und Pilotprojekten:
Die Erarbeitung der wissenschaftlichen Ergebnisse und der unternehmensspezifischen Problemlösungen erfolgt im Wechselspiel. Auf Basis der Problemlagen der Unternehmen werden im Rahmen der Querschnittsprojekte Anforderungen an die wissenschaftlichen Methoden definiert. Zudem werden auf Basis der wissenschaftlichen Literatur weitere Anforderungen ergänzt. Diese werden bei der Erarbeitung der Ergebnisse berücksichtigt und erfüllt. Die aus den Querschnittsprojekten resultierenden Methoden werden in den Pilotprojekten für die jeweiligen Unternehmen angewandt. Dies erfolgt in gemeinsamen Workshops. In der Folge liefern die Unternehmen aus dem PP heraus qualifiziertes Feedback hinsichtlich der Ergebnis- und Methodenqualität. Dieses wird in den QPs genutzt, um die Methoden und Werkzeuge anzupassen und zu verbessern. Resultat sind zum einen nutzenstiftende Problemlösungen für die Unter-nehmen (PP) sowie validierte Methoden und Werkzeuge für die Forschungsinstitute und Befähiger (QP). Das Bild zeigt dies am Beispiel des Pilotprojekts 1 (Boge) auf.

Transferprojekte (TP):
Der Transfer der Projektergebnisse erfolgt im Rahmen von drei Transferprojekten und beginnt bereits während der Projektlaufzeit. Über die Projektpartner hinaus erfolgt ein Transfer von ausgewählten Methoden und Werkzeugen in etwa zehn assoziierten KMUs. Zur kritischen Ergebnisdiskussion und Begleitung der Ergebnisdiffusion wird ein Begleit- und Transferkreis eingerichtet. Dieser setzt sich aus dem Spitzencluster it´s OWL, dem Cluster Maschinen und Produktionstechnik (Produktion NRW), der Unity AG, dem Kompetenzzentrum Digital in NRW und weiteren interessierten Unternehmen der unterschiedlichen Netzwerke zusammen. Die Vorstellung und Publikation der Ergebnisse auf Veranstaltungen der Projektpartner, nationalen und internationalen Fachkonferenzen sowie in einem Fachbuch unterstützen die Ergebnismultiplikation.

Die Projektkoordination (PK) umfasst die Planung, Abstimmung und Aktualisierung des Rahmenplans. Außerdem wird der Informations-austausch zwischen den Projektpartnern sichergestellt, der Begleit- und Transferkreis gesteuert sowie die Veröffentlichungen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit koordiniert.

Die aktive Verbreitung des Instrumentariums an die assoziierten KMUs sowie im Rahmen des Begleit- und Transferkreis ermöglicht es, bereits während der Projektlaufzeit den Anwenderkreis und damit die Güte der erarbeiteten Ergebnisse zu erhöhen.

Das nachfolgende Bild zeigt die Projektstruktur auf.

Veröffentlichungen

Unsere Ergebnisse veröffentlichen wir in nationalen und internationalen Medien mit hoher Reputation. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht unserer Publikationen

Christian Koldewey, Jannik Reinhold, Roman Dumitrescu, Maximilian Frank, Thomans Schweppe und Annegret Melzer

Gestaltung hybrider Wertschöpfung und Arbeit im Kontext von Smart Services, 2019, ZWF 6/2019

https://www.hanser-elibrary.com/doi/abs/10.3139/104.112113

Kurzfassung: Smart Services sind digitale Dienstleistungen, die aus den (Betriebs-)Daten eines physischen Produkts einen Mehrwert für Kunden generieren. Wir zeigen, wie Smart Services die Wertschöpfung und Arbeit produzierender Unternehmen beeinflussen und welche Fragestellungen sich bei der Transformation vom Produkt zum Smart-Service-Anbieter ergeben. Ein Referenzmodell zur sozio-technischen Planung von Smart Services gibt Orientierung über die Wirkzusammenhänge und unterstützt Unternehmen in der praxisgerechten Umsetzung.

Förderung

Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird im Rahmen des Programms „Zukunft der Arbeit“ (Förderkennzeichen: 02L17B070) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei dem Autor.

Ziel der Europäischen Union ist es, dass alle Menschen eine berufliche Perspektive erhalten. Der Europäische Sozialfonds (ESF) verbessert die Beschäftigungschancen, unterstützt die Menschen durch Ausbildung und Qualifizierung und trägt zum Abbau von Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt bei.

Mehr zum ESF unter: www.esf.de.